Laparoskopische Dickdarmeingriffe

Rektopexie
Die Rektopexie beschreibt ein minimal-invasives Operationsverfahren, das vor allem bei Mastdarmvorfällen zum Einsatz kommt. Dabei wird der vorfallende Mastdarm bis zum Beckenboden gelöst und am Kreuzbein wieder angeheftet. Lassen Alter, Allgemeinzustand oder Zusatzerkrankungen der meist weiblichen Patienten einen laparoskopischen Eingriff nicht zu, können alternative Techniken wie beispielsweise die Operation nach Delorme oder nach Altemeier eingesetzt werden.

Rektumexstirpation
Unter einer Rektumexstirpation versteht man die komplette Entfernung des Enddarmes einschließlich des Schließmuskelapparates. Notwendig wird der Eingriff, wenn ein tief gelegener Tumor in den Schließmuskel eingebrochen ist. Bei der Operation werden in einem ersten Schritt die Lympfabflussgebiete entfernt, der Enddarm abgesetzt und der künstliche Darmausgang angelegt. In einem zweiten Schritt wir dann vom Dammbereich her der Schließmuskelappart einschließlich Tumor ausgelöst und der gesamt Enddarm über diesen ZUgang entfernt.

Sigmaresektion
Während bei der Rektumexstirpation der zu entfernende Darmabschnitt über die Operationswunde im Dammbereich geborgen wird, und eine neue Darmverbindung nicht notwendig ist, stellen sich bei der Sigmaresektion diese Herausforderungen. Bezüglich der Entfernung des Darmteiles aus der Bauchhöhle wird in der Regel der Weg über eine sog. Minilaparotomie oder „Bergelaparotomie“ bevorzugt. Dazu wird einen ca 4-5cm langer Hilfszugang im linken Unterbauch gelegt. Anschließend wird die Bauchdecke durch eine spezielle Folie vor dem Kontakt mit dem Darm geschützt und dann der im unteren Teil bereits durchtrennte Darm aus der Bauchhöhle herausgezogen. Dann erfolgt die Absetzung des erkrankten Darmanteiles und noch außerhalb der Bauchhöhle die Vorbereitung für den Wiederanschluss. Die neue Darmverbindung wird dann wieder in der Technik der Bauchspiegelung vorgenommen.

 

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