Dick- und Mastdarm

Operationen am Dickdarm gehören in den sogenannten westlich Industrieländern zu den häufigsten Eingriffen in der Allgemeinchirurgie. Zu den am häufigsten autretenden Erkrankungen in diesem Bereich gehören neben den chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) auch die Divertielkrankheit sowie gut- und bösartige Tumore.

Für sich genommen bedarf die Divertikelkrankheit keiner operativen, sondern eher einer diätetischen Behandlung. Es kann aber zu sich wiederholenden Entzündungsschüben in der Darmwand und schließlich auch zu Wanddurchbrüchen kommen. Auch Blutungen aus Divertikeln kommen vor. Da bei derartigen Durchbrüchen meist ein sehr schweres Krankheitsbild mit Bauchfellentzündung auftritt, muss es das Ziel sein, das erkrankte Darmstück zu entfernen bevor eine derartige lebensbedrohliche Komplikation eintritt.

Die Eingriffe im Rahmen von Tumorerkrankungen orientieren sich streng an den genau definierten Qualitätsstandards der Tumorchirurgie. Während diese Standards bei Dickdarmkrebs vor allem die Mitentfernung der Lymphbahnen und Lymphknoten beinhalten, hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass bei der operativen Behandlung des Mastdarmkrebses auch das umgebende Fett-Bindegewebe entfernt werden muss. In diesen Geweben können Kleinstabsiedlungen sein, die für das lokale Wiederauftreten des Tumors verantwortlich sind. Die Weiterbehandlung und Nachsorge erfolgt gemeinsam mit dem Onkologen.

 

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