Klinik wird Ursprung eines innovativen Gesundheitssystems

Die CCare AG hat am 12. November 2019 das Krankenhaus Ingelheim übernommen. In einer von Aufbruchsstimmung geprägten Betriebsversammlung dankte CCare-Geschäftsführer Wingyin Chan den rund 100 anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie trotz mehrfachen Besitzerwechsels in den vergangenen Jahren dem Krankenhaus treu geblieben sind. Er stellte ihnen die CCare vor, ihre Partner und Pläne für das Krankenhaus und darüber hinaus die gesamte Gesundheitsversorgung in Ingelheim und der Region.

Das Krankenhaus heißt ab sofort Klinik Ingelheim, mit dem Zusatz: ein Krankenhaus der care7-Gesundheitsversorgung. care7 ist der Name eines neuartigen medizinischen Ökosystems, mit dem CCare die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung aufheben will. „Wir müssen Reibungsverluste beim Übergang zwischen diesen beiden Sektoren vermeiden und durch Synergien die Effizienz des gesamten Systems steigern“, so Chan.

Ihre medizinischen Partner für Ingelheim sind das ZOSU, Zentrum für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie, und das MVZ Westpfalz. ZOSU ist eine fachübergreifende, überörtliche Ärztegemeinschaft mit den Standorten Mainz, Bodenheim und Taunusstein. 80 Prozent der Patienten wurden bisher zur stationären Behandlung nach Wiesbaden überwiesen, also über die Landesgrenze nach Hessen. Das MVZ Westpfalz ist ein Medizinisches Versorgungszentrum mit sieben Fachrichtungen an sechs Standorten in der Pfalz.

Mit diesen Partnern wird CCare in den kommenden Jahren die Klinik zunächst wirtschaftlich tragfähig machen und durch Zuweisungen ihre Fallzahlen steigern. „Anfang Dezember finden hier in Ingelheim unsere ersten Operationen statt“, sagte ZOSU-Geschäftsführer Christian Schulz. Gute Neuigkeiten hatte auch der neue medizinische Leiter der Klinik, Prof. Dr. Markus Masin: Dr. Christof Brammer, der das Krankenhaus verlassen wollte, bleibt und wird ärztlicher Leiter der Klinik. Auch etliche weitere Ärzte haben sich zum Bleiben entschieden.

Aus der wirtschaftlich stabilisierten Klinik Ingelheim soll die umfassende care7-Gesundheitsversorgung für Stadt und Region werden. Sie soll ambulante und stationäre Versorgung effizient verzahnen und mit passgenauer Prävention, Diagnose und Therapie allen Menschen ein möglichst langes und gesundes Leben in Selbstständigkeit ermöglichen. Dafür setzt CCare auf die Zusammenarbeit mit den Fach- und Hausärzten der Region, denn sie und ihre Partner möchten keine Konkurrenz sein oder gar einen Verdrängungswettbewerb starten. Vielmehr sind die Ärzte der Region eingeladen, Teil des Gesamtkonzepts zu werden. Bereits in den nächsten Tagen wird sich CCare ihnen vorstellen und ihre Zukunftspläne erläutern.

CCare und ihre Partner hätten verstanden, „dass man andere Wege gehen muss, wenn man die Grund- und Regelversorgung erhalten möchte“, sagte Ralf Claus, Oberbürgermeister von Ingelheim, den Klinikmitarbeitern. Ihn habe am Konzept besonders überzeugt, dass auch die Facharztpraxen eingebunden und damit am Standort gehalten werden sollen – „die größte Herausforderung für Kommunen“.

Um diese innovative Zusammenarbeit über Fach- und Sektorgrenzen hinweg realisieren und koordinieren zu können, ist eine entsprechende Infrastruktur erforderlich. Das kann der aktuelle Klinikbau nicht bieten. Ein Neubau wird räumlich und infrastrukturell die Anforderungen dieser integrierten, intersektoralen Zusammenarbeit bedienen und dieses neue Ökosystem auch atmosphärisch erlebbar machen. Im Gespräch für dieses Gebäude ist ein Gelände im Gewerbegebiet „Neisser Straße“.

 

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Lukas Auerbach
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